Weimar

14.05.2022 - 30.05.2022

BITTERER FRÜHLING / Teil 2

Ort
EIGENHEIM Weimar, Asbachstraße 1, Weimar
Eröffnung 14.05.2022 ab 16 Uhr
Dauer 14.05. – 30.05.2022

teilnehmende Künstler*innen Gökçen Dilek Acay / Konstantin Bayer / Anna Bittersohl / Christoph Blankenburg / Benedikt Braun / Michaël Camellini / Frederik Foert / Enrico Freitag / Rao Fu / Timo Herbst / David Ashley Kerr / Caucasso Lee Jun / Adam Noack / Nina Röder / Stefan Schiek / Anna Schimkat / Michal Schmidt / Julia Scorna / Moritz Wehrmann / Tommy Neuwirth / Lars Wild

Programm
14.05.2022 ab 16 Uhr – EIGENHEIM Weimar/Berlin feiert im Rahmen der Langen Nacht der Museen in Weimar den 16. Geburtstag mit Livemusik, Spiel und Getränk im Weimarhallenpark. Ab 22 Uhr spielt Tommy Neuwirt aka Das weltweite Netzwerk für ein bedingungsloses Grundeinkommen ein Konzert.

15.05.2022 ab 14 Uhr – PICKNICK im Weimarhallenpark mit Konzert von Ampersand um 17:30 Uhr

Informationen

Zur Langen Nacht der Museen in Weimar am 14.05.2022 feiert EIGENHEIM Weimar/Berlin sein 16 jähriges Jubiläum und eröffnet im Gärtnerhaus des Weimarhallenparks die Ausstellung Bitterer Frühling. Die Ausstellung ist aktuell auch bei EIGENHEIM Berlin zu sehen.

Viele Auf- und Umbrüche prägen unsere Zeit, Schlüsselfragen und Besonderheiten der Gegenwart sind im Begriff sich zu entfalten. Manche dieser Prozesse der Bewusstseinswerdung können, je nach Blickwinkel, sogar optimistisch stimmen – sei es die Einsicht gegenüber dem menschengemachten Klimawandel oder die erste schwarze Richterin am US-Supreme Court. Auch die Pandemie schienen wir aktuell gemeistert zu haben. Wir haben unsere Fähigkeit zur Resilienz gestärkt und gemerkt, dass uns der solidarische Zusammenhalt, jedenfalls zu einem großen Teil der Gesellschaft, ausmacht. Nach einem weiteren Winter voller Einschränkungen blickten wir optimistisch und sehnsüchtig auf den Frühlingsanfang – und doch kam es wieder anders.

Ein Krieg in Europa erschüttert uns, die Inflation steigt, es werden Verteidigungsetats erhöht – täglich erreichen uns schockierende Nachrichten aus dem Kriegsgebiet. Dazu kommen weitere Konflikte: der Regenwald brennt unter Bolsonaro so stark wie nie, auf 5 von 7 Kontinenten gibt es kriegerische Auseinandersetzungen, die Lebensbedingungen in den am stärksten benachteiligten Regionen der Welt haben sich weiter verschlechtert. Die Zukunft ist und bleibt ungewiss und Angst greift um sich. All die erquickenden und stärkenden Eigenschaften des Frühlings werden jäh geschmälert. Wir kommen nicht zur Ruhe, können uns nicht auf das Wesentliche konzentrieren, sind die Herausforderungen noch so groß. Es scheint hoffnungslos.

Was bleibt uns also übrig? – halten wir uns fest am Hoffnungsglück, beweisen uns einmal mehr, dass wir durch Bildung und Streben, durch das Auferstehen aus den dunklen Gemächern den Blick für das Menschsein in den Fokus rücken. Gehen wir aufeinander zu, hören einander an, appellieren wir an die Vernunft, verneigen wir uns gegenüber dem Verstand, sehen wir in der Gegensätzlichkeit eine Chance.

Die Ausstellung „Bitterer Frühling“ stellt sich der Ambivalenz des Lebens, stellt schaurig Verstörendes gegenüber Lichtem und Farbigem, zeigt Krieg neben Frieden, Tod neben Leben, Aufbruch gegenüber Resignation. Die Bandbreite der Werke unserer Künstler und Künstlerinnen lässt das zu, macht die Ausstellung auf diese Weise zu einem Wechselbad der Gefühle und so zu einem Abbild der Welt.

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