WEIMAR: Öffnungszeiten

seit 2016 befindet sich EIGENHEIM Weimar im Gärtnerhaus des Weimarhallenparks Offen: Do. – Sa. von 16 – 19 Uhr und immer nach Vereinbarung

BERLIN: Öffnungszeiten

EIGENHEIM Berlin / Kantstraße 28 in 10623 Berlin-Charlottenburg Offen: Di. – Sa. von 12 - 19 Uhr und gern nach Vereinbarung

Eigenheim Weimar


27.08. – 10.10.2020
DETOX – eine kuratierte Gruppenausstellung

23.10. – 21.11.2020
Gokçen Dilek Acay – Böse in Mir/Dir

 

Gökçen Dilek Acay - Böse in Mir/Dir


Vernissage 23.10.2020 um 19 Uhr / Dauer 24.10. – 21.11.2020 / Ort EIGENHEIM Weimar, Asbachstraße 1 (Gärtnerhaus im Weimarhallenpark), 99423 Weimar / Rahmenprogramm 23.10. um 19:30h – Konzert mit Ayşe Kurultay (Gitarre), Josephine Prkno (Trompete), Stephen Nolan (Gitarre) und Gökçen Dilek Acay (Violine) / 30.10. ab 19:30h – Stickabend / 06.11. ab 14h bis 22h – Fotogram Workshop / 19.11. um 20.00h – Jam Session Music Abend

Gökçen Dilek Acay diskutiert in ihrer Arbeit Konzepte der Unterdrückung, Macht und den zerstörerischen Aspekten des Menschen. Acay verwendet verschiedene Symbole um den Kontrast und den gegenseitigen Einfluss zwischen dem tierischen im Menschen und dem menschlichen im Tier zu zeigen. Macht ist ein Spiegelbild der modernen Gesellschaft und der politischen Struktur des Rohen und Instinktiven. Der moderne Mensch besteht nach Acay aus Widersprüchen. In ihrer Arbeit versuche sie, diese Wildheit und die Gewalt gegen weniger begünstigte Wesen sowie gegen den objektivierten und missbrauchten Körper herauszuarbeiten und darzustellen. Nach Acay sucht der Mensch ständig ein ideales Bild von sich selbst. Grundlegender Aspekt ihrer Arbeit ist die Suche nach einem idealen Menschenbild auf einer transkulturellen Ebene. Aus dieser Grundidee heraus entstehen die erweiterten Kontexte ihres vielseitigen Schaffens.

Gökçen Dilek Acay arbeitet in unterschiedlichsten Medien. Mal mit Textilien und Stickerei, mal in Form umfangreicher mehrkanal Videoinstallationen, 3D Druck oder Ton, Fotografie und Sound, Installation und Objekt. Dabei stellt die Künstlerin eine Verbindung zwischen Realität und Imagination her, indem sie Objekte, Bilder, verschiedenste Materialien bis hin zu Elementen aus dem Bereich des Theaters, Tanzes oder Kinematografischen, transformiert, neu zusammensetzt und so den Gegenstand seiner ursprünglichen Funktionalität beraubt. Durch die dadurch entstehende Verformung und paradoxe Konstruktion schafft Acay fiktive Bilder mit alternativer Bedeutung, möchte unsere Realität aufbrechen und die Absurdität um uns herum aufzeigen.

Herausragend dabei ist die inhaltliche Stringenz, welche sich in einer politischen Kultur und Haltung verorten lässt. Bei genauerer Betrachtung einzelner Werke werden Stellungsnahmen gegenüber dem globalpolitischen Geschehen deutig. Sei es ein auf Handzeichen beruhendes Alphabet, mitsamt Manifest und Video, für einen stillen Protest während der Unruhen im Gezipark in Istanbul, oder die Rolle der Frau in unserer Gesellschaft hinterfragende Performances wie Barking Dog oder forms of protest.

Gökçen Dilek Acay und EIGENHEIM Weimar/Berlin arbeiten seit 2015 regelmäsig in verschiedenen Ausstellungen und Projekten zusammen. Im Jahr 2020 erscheint bei EIGENHEIM Weimar/Berlin eine Fotoedition mit Motiven, welche während Acays aufenthalt beim Taipai Artist Village Residency entstanden sind. Diese sind inspiriert durch die Philosophie und Theatralik des japanischen Butohtanz. Die Edition ist in einer Auflage von 10 + 1AP mit 15 Motiven in einer leinengebundenen Editionsbox im Format A3 erschienen. Die Edition kann auf der Webseite der Galerie eingesehen werden.

 

weitere Ausstellungen - der Künstler der Galerie


KONSTANTIN BAYER
06.06. – 04.10.2020Echt und Falsch – Skulpturen-Triennale Bingen 2020
Hafenstraße 43, 55411 Bingen am Rhein
mit Havin Al-Sindy, Axel Anklam, Konstantin Bayer, Andreas Burger, Hans Dammann, Jimmie Durham, Lukas Glinkowski, Sebastian Gögel, Moritz Götze, Pierre Granoux, Sabine Groß, Jeep Hein, Jenny Holzer, Alicia Kwade, Büste der Nofretete, Dorotea Nold, Marias Sagadin, Charlie Stein, Thomas Stimm, Marcel Walldorf
mehr unter www.skulpturen-bingen.de

ANNA BITTERSOHL
06.06. – 26.09.2020 / Wie Blüten gehn Gedanken auf / Blumen in der Kunst 
Galerie Schlichtenmaier, Schloss Dätzingen, 71120 Grafenau
mit Annah, Ruth Biller, Anna Bittersohl, Mahmut Celayir, Ergül Cengiz, Bruno Diemer, Peter Dreher, Ralph Fleck, Hildegard Fuhrer, Wilhelm Geyer, HAP Grieshaber, Cordula Güdemann, Manfred Henninger, Julius Hess, Heinz E. Hirscher, Adolf Hölzel, Martin Klimas, Alfred Lehmann, Pia Maria Martin, Hiroyuki Masuyama, Vera Mercer, Albert Mueller, Emil Nolde, Gabriela Oberkofler, Stefan Rohrer, rosalie, Christian Rothmann, Peter Jakob Schober, Peter Sehringer, Luzia Simons, Lorenz Spring, Christopher Thomas, Alfred Wais, Lambert Maria Wintersberger, Hanns Zischler

BENEDIKT BRAUN
03.07. – 27.09.2020 Anders – Ästhetik der Differenz
Neuen Galerie für Zeitgenössische Kunst in Gera

BENEDIKT BRAUN
28.08. bis 27.09.2020Schwerkraft 2.0
Gaswerk Weimar / Schwanseestr. 92 / donnerstags bis sonntags von 14 - 20 Uhr

ENRICO FREITAG und BENEDIKT BRAUN
05.09. – 05.12.2020 – Überland – 100 JAHRE KUNST IN THÜRINGEN
Künstler ab 2000 / Totenhofkirche, Sandgasse, Schmalkalden
geöffnet: Mi-So 10-17 Uhr
 
BENEDIKT BRAUN
22.10. – 01.11.2020 Pochen Biennale 
www.pochen.eu

 

Eigenheim Berlin


03.10. – 31.10.2020
WERK UND FORTSETZUNG – Gabriele Stötzer und Paula Gehrmann (EMOP)

03.10. – 31.10.2020
ILLE HIMMELS – Lars Wild in Solo

 

Werk und Fortsetzung - Gabriele Stötzer und Paula Gehrmann


Ort EIGENHEIM Berlin, Kantstraße 28, 10623 Berlin / Dauer 03.10. bis zum 31.10.2020 / digitaler Ausstellungsrundgang 360° Rundgang durch die Ausstellung finden Sie unter diesem Link / Künstlergespräch KÜNSTLERGESPRÄCH Online!!! Jetzt unter diesem Link dem Gespräch zwischen Gabriele Stötzer, Paula Gehrmann und Bianka Voigt lauschen.

Gabriele Stötzer ist eine der beeindruckendsten Künstlerinnen unserer deutsch-deutschen Gegenwart. Ihre multimediale, interdisziplinäre Arbeitsweise, darunter Malerei, Fotografie, Film, Performance und Mode, Fotobücher und vor allem das Schreiben, widersetzte sich den unterdrückenden Machtverhältnissen der DDR Diktatur, lehnt sich auf gegen das Patriarchat und erforscht körperliche wie kollektive Zustände und ist so Zeugnis eines unermüdlichen Prozesses des Hinterfragens der eigenen wie gesellschaftlichen Situation. Anlässlich des Europäischen Monats der Fotografie (EMOP) organisierte EIGENHEIM Weimar/Berlin zusammen mit den beiden Künstlerinnen Paula Gehrmann & Gabriele Stötzer die Ausstellung Werk und Fortsetzung. Paula Gehrmann entwickelte bereits 2019, ausgehend von ihrer eigenen künstlerischen Praxis, eine Rauminstallationen, für das Ausstellungs-, Forschungs- und Vermittlungsprojekt in drei Teilen Bewußtes Unvermögen – Das Archiv Gabriele Stötzer, in der GfzK Leipzig. Bewußtes Unvermögen – Das Archiv Gabriele Stötzer war ein begehbares Archiv, welches die künstlerische Praxis der Künstlerin im Kontext der DDR in den 1980er Jahren aufzeigte und zu einer aktiven Auseinandersetzung damit einlud.

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Ille Himmels - Lars Wild in Solo


Ort
EIGENHEIM Berlin, Kantstraße 28, 10623 Berlin / Dauer 03.10. bis zum 31.10.2020 / Öffnungszeiten Di. – Sa. von 14 bis 19 Uhr / digitaler Ausstellungsrundgang 360° Rundgang durch die Ausstellung finden Sie unter diesem Link.

Ille Himmels – Lars Wild´s „kranke Himmel“ zeigen im letzten Jahr entstandene dystopische Landschaften und bittersüße Portraits. Die Motive sind nicht nach Vorlage sondern, frei dem Geist des Künstlers entsprungen, der Umgang mit Farbe, ob Öl, Acryl oder Lack, ist unkonventionell. Das jeweilige Material wird dabei vor allem ab- denn aufgetragen und jeder noch so geringe grafische Eingriff durch kratzen, wischen und schmieren wird zum bildprägenden Element. Der hauchfeine Pinselduktus simuliert eine Wasseroberfläche, die sanften, matt in das Papier hineingearbeiteten Farbverläufe lassen voluminöse Wolkenformationen entstehen. Die monochrome, insgesamt sehr reduzierte Farbpalette wird dabei hauptsächlich durch die Farbigkeit des Untergrundes aufgebrochen. Dabei sind Bezüge zur naturalistischen Malerei der Romantik unverkennbar. Seine, mal anatomisch perfekt auf das Blatt geworfene, mal grimassenhaft verzerrten Portraits sind auf beunruhigende Weise vertraut, tendieren jedoch durch geschickt in Mundwinkel oder Augenhöhlen gesetzte Verschattungen ins menschlich Abgründige. / Lars Wild ist 1981 in Gotha geboren, studierte an der Bauhaus-Universität Weimar Freie Kunst und ist seit 2007 Künstler von EIGENHEIM Weimar/Berlin. Lars Wild lebt und arbeitet in Gotha.