WEIMAR: Handlungsanweisungen in der Kunst

Eröffnung am 17.08.2017 um 19 Uhr / Dauer: 18.08. bis 13.10.2017 Gruppenausstellung und Präsentation der 2. Editionsmappe der Galerie Eigenheim

BERLIN: sub-surface – unter der Oberfläche

Gruppenausstellung der Künstler der Galerie Eröffnung: 07.07.2017 um 19 Uhr / Dauer: 08.07. - 26.08.2017

Katalogveröffentlichung - 10 Jahre Galerie Eigenheim

Es ist geschafft! Eine umfangreiche Publikation zum Jubiläum (400 S. farbig, A4, Aufl.75, 45€) Bestellungen werden unter team@galerie-eigenheim.de angenommen.

WEIMAR – Die Galerie Eigenheim ist in neue Räume gezogen

Seit Juni 2016 befindet sich die Galerie Eigenheim im Gärtnerhaus des Weimarhallenparks Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Weimar

ÖFFNUNGSZEITEN

WEIMAR (Gärtnerhaus des Weimarhallenparks) Do. bis Sa. 16 – 19 Uhr und immer nach Vereinbarung BERLIN (Linienstrasse 130) Dienstag - Samstag 12 bis 19 Uhr / Sonntag 14 bis 19 Uhr

Galerie Eigenheim Weimar


17.08. – 13.10.2017
HANDLUNGSANWEISUNGEN IN DER KUNST – Gruppenausstellung und Präsentation der 2.Edition der Galerie

20.10.2017 – 02.12.2017
A SORT OF SOUND – Ausstellung zum Thema Klang in der Bildenden Kunst mit Erwin Stache, Werner Schubert Deister, Tim Helbig, Michael v. Hintzenstern, Moritz Wehrmann, Gabriele Stötzer u.v.m.

09.12. – 03.02.2018
MICHAL SCHMIDT UND MARTIN FINK im Dialog – Malerei, Objekt und Skulptur

 

Handlungsanweisungen in der Kunst


Eröffnung 17.08.2019 um 19 Uhr

Dauer 18.08. – 13.10.2017 

beteiligte Künstler Adam Noack / Anna Schimkat / Benedikt Braun / Charlene Hahne / Christian Henkel / Daniel Caleb Thompson / Daniel Chluba / Daniel Homann / David Ashley Kerr / Dilek Gokcen Acay / Frederik Foert / Gabriele Stötzer / Herbert De Colle / Irene Pätzug / Jens Hausmann / Julia Herfurth / Julia Scorna / Konstantin Bayer / Marc Jung / Maria Schwerdtner / Michael von Hintzenstern / Moritz Stumm / Moritz Wehrmann / Nele Möller / Nina Röder / Olaf Schirm / Saverio Tonoli / Stephen Nolan / Timo Herbst / Tymek Borowski

Hiermit laden wir herzlich zur Ausstellung Handlungsanweisungen in der Kunst, zwischen dem 17.08. und 13.10.2017 in die Galerie Eigenheim Weimar ein. Zur Ausstellung wird eine zweite Editionmappe der 29 teilnehmenden Künstler erscheinen, welche erworben werden kann. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Kunst ist nicht nur eine Aufforderung zum Denken sondern auch eine Aufforderung zum Handeln. Dieses Motiv möchte die Galerie Eigenheim aufgreifen und zu einer umfangreichen Gruppenausstellung über Handlungsanweisungen in der Kunst einladen.

Eine Handlungsanweisung instruiert dabei eine Tätigkeit, um eine Aktion auszuführen oder materiell eine Sache hervorzubringen. Auf diese Weise ist die Rezeption der Mehrzahl in der Ausstellung gezeigten Arbeiten ein aktiver, multisensorischer Akt. Die Ausstellung, mit spielerisch leichten, performativ partizipativen, sowie raumbezogen Charakter, greift dabei global politische sowie Wahrnehmungspsychologische Inhalte auf und gewährt darüber hinaus zuweilen einen tiefen Einblick in die Praxis des einzelnen Künstlers.

Ein insgesamt universelles Thema, mit langer Tradition im Bereich der Performance- und Installationskunst, unter dem sich jedoch verschiedene künstlerische Praktiken zusammen finden können - darauf möchte die Ausstellung aufbauen und hat Künstler aus den Bereichen Performance, Fotografie, Skulptur, Installation, Malerei, Musik und Medienkunst eingeladen Beiträge zu einer zweiten Editionsmappe der Galerie Eigenheim einzureichen. Über das Format A3, dem Format der Edition, hinaus werden unterschiedlichste Anleitungen, Performanceobjekte und -fragmente von insgesamt 29 Künstlern aus Deutschland, Österreich, Türkei, Polen, Irland, Australien und den USA den Raum bestimmen.

Die Schneeballschlacht von Frederik Foert fordert zum Kampf Jeder gegen Jeden auf, die Handpositionen für ein Manifest von Dilek Gokcen Akay können als eine Reaktion auf die aktuellen Geschehnisse in der Türkei gelesen werden, der Stasimantel und andere Performanceobjekte von Daniel Caleb Thompson zwängen in gesellschaftliche Muster, Benedikt Brauns Vogelhaus DL fragt nach dem Stöckchen an dem man ziehen muss um ein System zum Einsturz zu bringen, bzw. danach, welche Tricks es bedarf dieses wieder aufzubauen. Stephen Nolan setzt uns auf einen Gymnastikball und macht uns ein besonderes Phänomen der eigenen Wahrnehmung deutlich, Tymek Borowski führt uns in seiner dreiteiligen Posterarbeit how to live better ein besseres Leben vor Augen.

Wir freuen uns auf eine Ausstellung, welche die Lust an der Kunst wecken mag, zur Teilnahme auffordert, die Aufmerksamkeit und Sensorik der Besucher schürt, auf diese Weise die zeitliche und räumliche Wahrnehmung dehnt sowie zum verweilen und experimentieren anregt.

 

A SORT OF SOUND - Klang in der Bildenden Kunst


Eröffnung 20.10.2017 um 19 Uhr

Dauer 21.10. – 02.12.2017 

beteiligte Künstler
Erwin Stache, Werner Schubert Deister, Tim Helbig, Michael v. Hintzenstern, Moritz Wehrmann, Gabriele Stötzer, Adam Noack u.v.m.

A Sort of Sound ist eine, von Michael von Hintzenstern und Konstantin Bayer, kuratierte Ausstellung, welche sich dem Wechselspiel zwischen der Bildenden Kunst und dem Klang auseinandersetzt. Wir haben verschiedene Künstler eingeladen, stellen eine Konzertreihe zusammen und werden mit kleinen Interventionen auch den Weimarhallenpark bespielen. Die Eröffnung wird im Rahmen der 30 Tage Neuer Musik in Weimar stattfinden. Wir freuen uns auf eine vielseitige und interdiziplinäre Ausstellung welche Installationen und Objekte, genauso integriert wie Malerei und Arbeiten aus dem Bereich neuer Medien.

 

Galerie Eigenheim Berlin


07.07. – 28.08.2017
SUB-SURFACE – Gruppenausstellung mit Adam Noack, Benedikt Braun, Julia Scorna, Enrico Freitag, Martin Mohr, Moritz Wehrmann u.a.

10.09. – 30.09.2017
I REMEMBER YOU WELL – Adam Noack läd ein. mit Adam Noack, Tom Ackermann, Philipp Kummer, Anna Bittersohl, Anthony Palocci, Nat Meade, Devon Clapp

14.09. – 17.09.2017
POSITIONS BERLIN – ADAM NOACK IN SOLO 6.Teilnahme an der Messe für zeitgenössische Kunst in Berlin

 

sub-surface – unter der Oberfläche - Gruppenausstellung der Künstler der Galerie


Eröffnung
07.07.2019 um 19 Uhr

Dauer 07.06. – 26.08.2017 

beteiligte Künstler Adam Noack, Julia Scorna, Benedikt Braun, Stefan Schiek, Enrico Freitag, Moritz Wehrmann, Martin Mohr, Caucasso Lee Jun, Konstantin Bayer

Sind wir mal ehrlich – das geheimnisvolle und spannende an der Kunst ist es doch die unter der Oberfläche, der physischen Präsens des einzelnen Werkes, liegende Metaebene des Gesamtkonzeptes des einzelnen Künstlers heraus zu filtern. Die individuelle Sichtweise des Betrachters und das dem Kunstwerk inneliegende Interpretationsangebot entwickeln dabei eine Eigendynamik, die einem intelektuellen Dialog gleicht. Im Gegensatz zu einer Einzelausstellung, werden in einer Gruppenausstellung, wie dieser, nur Auszüge des einzelnen Werkes gezeigt. Die Anzahl der unterschiedlichen Positionen intensivieren diesen angebotenen Dialog. Sub-surface – Unter der Oberfläche – möchte darauf ansprechen und als Metapher für den physischen Aufbau eines Kunstwerkes verstanden werden.

Die Bodeninstallation Münzmeer von Benedikt Braun, bestehend aus 20.000 einzelnen, in transparenten Schachteln verpackten, 1 Cent Stücken steht der Arbeit Schacht von Stefan Schiek gegenüber. Schacht zeigt drei Protagonisten, die durch eine Öffnung der Erdoberfläche in einen dunklen Untergrund blicken. Die Szenerie spielt in einem scheinbaren Mienenumfeld und Gedanken an die ausbeutende Gewinnung von Bodenschätzen und die schwierigen Arbeitsbedingungen der Mienenarbeiter kommen auf. In zwei weiteren Arbeiten Schieks wird das unter der Oberfläche Bestehende zum eigentlichen Bildinhalt. Vielfarbige Streifenbilder, sind von einer transparent monochromen, weißen Farbschicht überzogen und erscheinen so getrübt.
 
Die Installation The Coming (Out) von Julia Scorna besteht aus einer Fläche bretonischen Sandes über dem eine Industrielampe mit UV-Birne hängt. Das in sich ruhende Minibiotop mit dem vordergründig sozial-gesellschaftlich etablierten Titel verweist hier gleichermaßen auf Energie- und Stoffwechelkreisläufe, sowie auf lokalen Raubbau an der Natur. So kämpft man zum Beispiel in der Betranie gegen das kubikmeterweise Absaugen des Meeresbodensandes zu Bauzwecken. Die hier thematisierte Umweltzerstörung findet in der Fotografie Missing Crabs eine visuelle Ergänzung. Eine Innenansicht eines Aquaterrariums im Jardin des Plantes in Paris zeigt ein durch horizontalen Linien geprägtes Bild: eine Palmenlandschaft mit einem ihr vorgelagerten geologischen Profil. Die Abwesenheit der Krabben stellt die Überlebensfähigkeit in künstlich erschaffenen Biotopen in Frage.


Sommer, Sonne, Strand und Meer sowie hier und da eine PET Flasche, welche im nächsten Augenblick im Meer enden könnte. Diese Szenerie einer Malerei Enrico Freitags stellt ebenso die Frage nach dem Unter der Oberfläche. Die großen Müllinseln der Weltmeere sind von oben kaum zu erkennen, entwickeln sich jedoch in der Tiefe zu einem dichten Netz aus Plastikmüll. Rein formal, die Farbigkeit und das Motiv betreffend, kann dieses Bild nicht unbedingt stellvertretend für das Gesamtwerk Freitags stehen. Jedoch stellt es inhaltlich eine Weiterentwicklung seiner, sein aktuelles Werk prägenden, Müllbilder dar und kann damit als Ausnahmebild gesehen werden.


Die Installation Leak von Moritz Wehrmann besteht aus einer Spüle und einem goldenen Wasserhahn, der Tropft und so Morsezeichen übermittelt. Geheime Botschaften werden an die Oberfläche gesendet und zur öffentlichen Verwendung bereitgestellt. Die Malerei unter dem oben von Martin Mohr spielt mit immateriellen Gedanken- und Vorstellungsräumen, der Kohlefußboden Back to Ground von Konstantin Bayer holt die aus dem Untergrund an die Oberfläche beförderte Kohle in einem künstlerischen Akt zurück in den Boden um deren Verbrennung vorzubeugen.


Die Ausstellung Sub-surface reiht sich damit in die von der Galerie kuratierten Gruppenausstellungen, wie Elements, Spektralreflexion oder Grounding ein. Die Zusammenstellung einzelner Positionen der Hauskünstler zu verschiedenen Themen soll für das Interesse auf das dahinter stehende Gesamtwerk des Künstlers Sorge tragen.

 

10 Jahre Galerie Eigenheim - Katalogveröffentlichung


Es ist geschafft!
Rückblickend auf die letzten 10 Jahre der Galerie Eigenheim haben wir einen umfangreichen Jubiläumskatalog (400 S. farbig, A4, Aufl. 75 Stück, je 45 ) erstellt, welcher nun bestellt werden kann. Schwelgen Sie in 10 Jahren Galeriegeschichte, verfolgen Sie die zahlreichen Ausstellungen zurück, betrachten Sie bisher unveröffentlichte Bilder sowie Dokumente und reflektieve Texte der Macher und Freunde.

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei der Leitung des Journal of Culture, Julia Scorna, für die aufopferungsreiche Arbeit, wie auch bei der Kulturförderung der SV SparkassenVersicherung, der Bauhaus-Universität Weimar und der Stadt Weimar für die Unterstützung dieses umfangreichen Vorhabens bedanken.