BERLIN: Im Dialog – Akinbode Akinbiyi und Caucasso Lee Jun

Streetfotografie aus Afrika und Asien zwischen dem 10.09. und 28.09.2016

BERLIN: Diskrete Mechanismen

Gruppenausstellung im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie / Eröffnung am 07.10.2016 um 19 Uhr mit Louis De Belle, Henriette Kriese, Johannes Heinke, Nora Ströbel, Nina Röder, Anke Heelemann, Jeanette Goßlau

WEIMAR: Caucasso Lee Jun – Künstler in Residenz

der Fotograf aus Shanghai zu Gast in Deutschland

WEIMAR – Die Galerie Eigenheim ist in neue Räume gezogen

Seit Juni 2016 befindet sich die Galerie Eigenheim im Gärtnerhaus des Weimarhallenparks Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Weimar

ÖFFNUNGSZEITEN

WEIMAR (Gärtnerhaus des Weimarhallenparks) Do. bis Sa. 16 – 19 Uhr und immer nach Vereinbarung BERLIN (Linienstrasse 130) Dienstag - Samstag 12 bis 19 Uhr / Sonntag 14 bis 19 Uhr

Galerie Eigenheim Weimar


bis 26.10.2016
Caucasso Lee Jun
als Artist in Residence 
Fotografie und Installation

14.10. – 12.11.2016
Gruppenausstellung chinesischer Künstler – Zhao Yang, Wang Yuhong,
Caucasso Lee Jun, Li Wei, Guo Liwei und Gäste

 

autumn - Gruppenausstellung chinesischer Künstler


Eröffnung 14.10.2016 um 19 Uhr

Dauer 14.10. – 12.11.2016 


Der Herbst hält Einzug im Weimarhallenpark, in dessen historischem Gärtnerhaus die Galerie Eigenheim seit kurzem Ihren neuen Standort hat. Dieser jahreszeitliche Wandel, die wechselnde Wetterlage, die Fülle der Ernte der Natur und aufkommende Farbenvielfalt, soll als Metapher genutzt werden um die gesellschaftlichen Veränderungen und künstlerischen Verarbeitungen dieser, auf poetischer Weise auf zu greifen.
Seit 2008 unterhält die Galerie Eigenheim intensiven Kontakt zu Künstlern und Institutionen aus China. Mit der diesjährigen Gruppenausstellung chinesischer Künstler zeigt die Galerie Eigenheim mit Wang Yuhong 王煜宏 und Caucasso Lee Jun 李俊 wohlbekannte Positionen aus dem Portfolio der Galerie und bringt darüber hinaus neue auf dem chinesischen Festland und international wohl bekannte Künstler wie Li Wei 李暐 und Guo Liwei 郭 利偉 als neue Positionen mit in die Ausstellung hinein. So hat Li Wei 李暐 2013 offiziell an der Biennale in Venedig teilgenommen, eröffnete Caucasso Lee Jun 李俊 ein neues Studio im Herzen von Shanghai, hatte Wang Yuhong 王煜宏 vor kurzem eine Soloausstellung im Dolun Museum in Shanghai und realisiert Guo Liwei 郭 利偉 aktuell ein langangelegtes Artist in Residence Program bei Trueart.com. Große Namen also, welche wir uns freuen Ihnen vorstellen zu dürfen. Darüber hinaus werden in der Ausstellung Gäste vorgestellt welche aktuell noch als Überraschung gehandelt werden können.
Seien Sie unser Gast und besuchen Sie uns zur Eröffnung am 14.Oktober 2016 um 19 Uhr, zu den Öffnungszeiten sowie immer nach Vereinbarung.

 

Caucasso Lee Jun - als Künstler in Residenz


Ankunft 10.08.2016

Dauer 10.08. – 27.09.2016 


Seit 2008 arbeitet die Galerie Eigenheim mit dem in Shanghai ansässigen ausnahme Künstler Caucasso Lee Jun zusammen. Nun ist es endlich soweit und wir laden den Künstler zu einem Aufenthalt nach Berlin ein. Ziel ist es die, 2009 mit Caucasso Lee Jun und anderen Künstlern in Shanghai realisierte Ausstellung real image kitchen neu aufleben zu lassen. Während der Entwicklung dieser Ausstellung wird der Künstler verschiedene Reisen in europäische Hauptstädte unternehmen und diese Eindrücke in der Ausstellung einfließen lassen.

Durch Lee Juns Technik, welche im Anschluss eine kurze Erklärung finden soll, bringt er die Fotografie aus dem festhalten eines Momentes durch ein einziges Bild heraus, hin zur Darstellung einer Bewegung in der Verbindung mit der verstärkten Darstellung von Tiefe und Raum. So belichtet Lee Jun zeitgleich mit je einer Kamera selber Bauart zu beiden Händen, bestückt mit gleichem Filmmaterial frei aus dem Handgelenk auf den Motivpunkt fokussierend. Nach eigener Filmentwicklung arbeitet er bei der Vergrößerung im Sandwichverfahren, legt  beide  entstandenen  Negative  übereinander, und ist durch Verschiebung beider Negative auf der Suche nach seinem Bildfokus. Je nachdem auf welchen Bildteil er seinen Fokus legt entstehen über Perspektive, Bewegung und Zeitverzögerung Dopplungen und Artefakte. Parallaxe, Akkomodation und Konvergenz werden nachgebildet und als Teil menschlicher Wahrnehmung künstlerisch verarbeitet. Über  die  Jahre hat er  seine Technik so verfeinert, dass man sagen kann, dass Lee Jun begonnen hat den Moment der fotografischen Handlung durch zwei Augen zu sehen. Die fotografische Abbildung begreift der Künstler als Objekt, den analogen Prozess des gesamten Produktionsablaufes als skulpturalen Akt, sodass nachvollziehbar wird, dass Lee Jun Skulptur studierte. Dabei einbezogen werden all in dem Prozess der Fotografie benötigten Materialien. Allen voran die Kameras, das Filmmaterial, der Vergrößerer, die Papiere und Chemikalien, das Silber und Licht.

Wir freuen uns auf eine unvergessliche Zeit und eine spannende Ausstellung, welche durch andere beteiligte Künstler wie Julia Scorna und Konstantin Bayer, eine internationale Ergänzung findet.

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Weitere Ausstellungen unserer Hauskünstler


Moritz Wehrmann
+ULTRA, Martin Gropius Bau, Berlin
Dauer: 30.09.2016 – 08.01.2017
Eröffnung: 29.09.2016 um 19 Uhr

Adam Noack, Benedikt Braun
Kunstbedarf
boesner Projektraum, Spinnereistraße 7, Leipzig
Dauer: 10.09. – 21.09.2016
Eröffnung: 10.09.2016 um 12 Uhr

Benedikt Braun 
Kaunas in Art (Litauen)
Galerie Meno Parkas, Rotušės a. 27, Kaunas
Dauer: 24.09. – 30.10.2016
Eröffnung: 24.09.2016 um 19 Uhr

 

Galerie Eigenheim Berlin


10.09. – 28.09.2016

Akinbode Akinbiyi (D/NGA) und Caucasso Lee Jun (CHN)
2 Fotografen, 2 Kontinente und 4 Megacities im Portrait

07.10. – 31.10.2016
Europäischer Monat der Fotografie Berlin - Gruppenausstellung mit Absolventen der Bauhaus-Universität Weimar / kuratiert von Nina Röder

 

Akinbode Akinbiyi und Caucasso Lee Jun - 2 Fotografen, 2 Kontinente und 4 Megacities im Portrait


Eröffnung
10.09.2016 um 19 Uhr
Dauer 10.09. – 28.09.2016

Hiermit laden wir herzlich zur Dialogausstellung der Künstler Akinbode Akinbiyi und Caucasso Lee Jun ein. Die Eröffnung findet am 10.09.2016 um 19 Uhr in der Galerie Eigenheim Berlin statt.

Eine spannende Gegenüberstellung von zwei Fotographen, welche sich auf verschiedenen Kontinenten, Afrika und Asien, mit analogen Mitteln, einer ähnlichen Arbeit hingeben, erwartet uns während der BERLIN ART WEEK. Sind es bei Akinbode Akinbiyi die langjährigen Beobachtungen der Entwicklungen der Städte Lagos und Dakar in Afrika, so ist es bei Caucasso Lee Jun, das Aufspüren der besonderen Momente in den Megacities Peking und Shanghai in China. Beide Künstler arbeiten dabei auf ähnliche Art und Weise: Unauffällig wandern Sie durch die Städte, gehen auf Reisen und beobachten mit aufmerksamen Blick die urbanen und kulturellen Veränderungen ihrer Umgebung.

Dabei arbeiten beide mit dem selben Medium: analoge schwarz/weiß Fotografie mit eigens hergestellten Dunkelkammer Handabzügen, in jedoch sehr unterschiedlicher künstlerischer Verarbeitung. Akinbode Akinbiyi nutzt eine 6x6 Mittelformat Rolleiflex Kamera und macht zu meist Abzüge in den Maßen 30 x 30 cm. Caucasso Lee Jun nutzt zeitgleich zwei Kleinbildkameras selber Bauart, bestückt mit gleichem Filmmaterial, frei aus dem Handgelenk auf den Motivpunkt fokussierend und belichtend. Bei der Vergrößerung im Sandwichverfahren, ist er durch Verschiebung beider Negative auf der Suche nach seinem Bildfokus. Je nachdem auf welchen Bildteil er seinen Fokus legt entstehen über Perspektive, Bewegung und Zeitverzögerung Dopplungen und Artefakte.

Das Außergewöhnliche an dieser Gegenüberstellung, ist die Aktualität und globale Dimension, welche bei dem jeweiligen Portrait einer Stadt im Kontext der anderen zum tragen kommt. Afrika und Asien entwickeln sich rasant. Chinesen investieren auf der einen Seite in riesige Infrastrukturprojekte und kaufen auf der anderen Seite im großen Maße afrikanisches Land um Nahrungsmittel für Ihre wachsende Bevölkerung zu produzieren. Vielseitige wirtschaftliche Abhängigkeiten und kulturelle Herausforderungen stehen im Raum und sollen in dieser Ausstellung unterstützt durch eine Bibliothek mit einschlägiger Literatur, eine Gegenüberstellung von Informationen der Städte Lagos und Dakar sowie Shanghai und Peking und einem Videoportrait des jeweiligen Künstlers diskutiert werden. 

 

Diskrete Mechanismen - Gruppenausstellung im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie


Eröffnung 07.10.2016 um 19 Uhr

Dauer 07.10. – 31.10.2016 

Teilnehmende Künstler: Louis De Belle, Henriette Kriese, Johannes Heinke, Nora Ströbel, Nina Röder, Anke Heelemann, Jeanette Goßlau
Extra 22.10. ab 19 Uhr Künstlergespräch

Hiermit laden wir Sie herzlich zur Gruppenausstellung Diskrete Mechanismen, mit 7 unterschiedlichen fotografischen Positionen ein. Die Ausstellung findet im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie Berlin statt und wurde von Nina Röder kuratiert.

»Vielleicht bekannt - aber oft nicht präsent« steht im Fokus dieser Gruppenausstellung, welche die Sichtbarmachung von verschiedenen Orten und Handlungsmustern unserer Gesellschaft thematisiert.
Die sieben Absolventen der Bauhaus-Universität Weimar werfen Fragestellungen zu technischen, biographischen oder kulturellen Phänomenen auf, die subtil oder unbemerkt im Hintergrund ablaufen. Mittels unterschiedlicher fotografischer Methoden, wie konzeptionellen Dokumentationen, der Umgang mit Archivmaterial, performativen (Selbst-)Reflexionen in Video- und Fotoarbeiten nähern sich die Künstler diversen Thematiken, wie Herkunft, Familie, Verlust und Physik. Eines dieser Phänomene ist die Weltmesse für liturgische und kirchliche Kunst und Devotionalien im Nordosten Italiens. Louis De Belle – selbst gebürtiger Italiener – konzentriert sich in seiner Serie „besides faith“ auf die Darstellung der Grauzone zwischen Heiligem und Profanen und enthüllt in seiner Serie ein ungewöhnliches Nebeneinander dieser einzigartigen Handelsbühne. Als Bühnen abstrahierter Visualität präsentiert Johannes Heinke in seiner Arbeit „Fallstudien zur Eventualität“ Simulationszentren von Institutionen wie der Deutschen Bahn oder der Luftwaffe. Über die Ästhetik einer technischen Kulisse verweisen Heinkes Fotografien auf den Drang des Menschen das eigene Schicksal vorwegzunehmen und zu verbessern, unter Zuhilfenahme simulierter Prozesse und virtueller Realität.

Wie ein Fehler, ein Rauschen, ein leeres Papier erscheint Henriette Krieses Arbeit über das SANAA-Gebäude in Essen. Doch nicht existent, nicht materiell und als optische Täuschung zeigt sie das Abbild von einem Fenster, ein Abbild von einem Gebäude, das sich nach außen trägt.
Nora Ströbels Position steht für einen konzeptionellen Umgang mit dem fotografischen Archiv: Sie nähert sich der Tätigkeit ihres Vaters, des Gebäudegutachters Ströbels, in der Arbeit „Die Dringlichkeit der Dinge“. In dieser Arbeit widmet sich die Fotografin nicht nur der Analyse des Vermessens anhand des Bildarchives ihres Vaters, sondern auch um dessen ästhetischen Selbstzweck willen.
Auch Anke Heelemann setzt sich mit ihrer interaktiven Installation „Bildnachrichtendienst“ mit Archivmaterial auseinander: Im Rahmen ihres Langzeitprojekts FOTOTHEK zieht sie mit einer Außenstelle temporär in die Räume der Eigenheim Galerie ein – mit einem Teil ihres Archivs an anonymen Privatfotografien. Ein Serviceangebot lädt den Besucher ein, analoge Bildnachrichten zu verschicken. Man wählt ein Bild aus und hinterlegt es in einem Postfach mit einer kurzen Nachricht für jemanden anders. Das raumgreifende Format setzt das fremde Bildmaterial in neue Zusammenhänge und transferiert es in die Gegenwart. Ein offener Raum für Neu-Verhandlung entsteht, der unsere Kommunikation hinterfragt.

In der Videoarbeit "Käthe und Ich" von Jeanette Goßlau wird die verstorbene Großmutter zur Kunstfigur stilisiert. Die Routinen der Arbeiten in ihrem beschaulichen Dorf ähneln sich nicht nur – sondern wollen scheinbar nie enden. Goßlau führt die Handlungsmuster der verstorbenen Großmutter performativ selbst aus und thematisiert somit nicht nur biographische Prozesse sondern auch das repetitive Handeln als Farce.

Biographische und emotionale Zustände finden sich auch in der poetischen Kollektion "a little deeper than you thought" von Nina Röder wieder. Anhand von performativen Interaktionen der Künstlerin mit absurden biologischen Strukturen und Formen gibt sie Metaphern des „Verlierens und Verlassens“ in einer morbiden Stilistik wieder. Die gezeigte Auswahl ihres Langzeitprojektes zeigt ausschließlich Fotografien, die im Küstenort Rota in Andalusien entstanden sind.

Künstlerwebsites:
www.ninaroeder.de
www.norastroebel.de
www.henriettekriese.de
www.johannesheinke.de
www.louisdebelle.com
www.vergessene-fotos.de

Im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography 2016.
Gefördert vom Kreativfonds der Bauhaus-Universität Weimar.
Abbildung: Louis De Belle