BERLIN: sub-surface – unter der Oberfläche

Gruppenausstellung der Künstler der Galerie Eröffnung: 07.07.2017 um 19 Uhr / Dauer: 08.07. - 26.08.2017

Katalogveröffentlichung - 10 Jahre Galerie Eigenheim

Es ist geschafft! Eine umfangreiche Publikation zum Jubiläum (400 S. farbig, A4, Aufl.75, 45€) Bestellungen werden unter team@galerie-eigenheim.de angenommen.

WEIMAR – Die Galerie Eigenheim ist in neue Räume gezogen

Seit Juni 2016 befindet sich die Galerie Eigenheim im Gärtnerhaus des Weimarhallenparks Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Weimar

ÖFFNUNGSZEITEN

WEIMAR (Gärtnerhaus des Weimarhallenparks) Do. bis Sa. 16 – 19 Uhr und immer nach Vereinbarung BERLIN (Linienstrasse 130) Dienstag - Samstag 12 bis 19 Uhr / Sonntag 14 bis 19 Uhr

Galerie Eigenheim Weimar


22.07. – 31.07.2017
SAVERIO TONOLI ADAMO (IT) – Vakuum Raum

05.08. – 10.08.2017
MYSTERIEN UND ANDERE ALBERNHEITEN – mit Annekatrin Härtel, Lucian Patermann, Martin Fink, Johannes Clausnitzer, Martin Billert

 

Saverio Tonoli Adamo - Vakuum Raum


Opening 22.07.2019 um 19 Uhr
Duration 23.07. – 30.07.2017 


We coordinally invite you to the presentation of our guest artist, Saverio Tonoli Adamo from Italy. Saverio Tonoli Adamo is based in Berlin and born in 1984 in Lucca (IT).

“False colour image combination of infrared light gas in the cloud surrounding involving many, hot massive ammonia pink ice crystals penetrate the shroud of cooler gas sky survey blue from bubbles and cavities have been created by radiations. The same scale made of purple filaments of glowing dust and orange emissions with tentacles dangling below and the left of centre appears in this intriguing stellar nursery. Easy to find with a mosaic telescope the remnant of the collapsed stellar core is visible with green, ultraviolet spectral filters to enhance colour views.”


The Shrimp Nebula is a panoramic painting that displays a spacescape, based on astrophysics recent discoveries, as well as a fragment of an underwater environment. The landscape is conceived as something independent of a stable ground, not necessarily reliant on gravity and without the obliged horizontal axis of the horizon. A clockwork-planetarian system, which depicts interconnected universes with dancing shrimps, floats in the surroundings.
The Shrimp Nebula investigates the correspondence between micro and macro, the use of layers and coatings as being multiple compressed dimensions, the gravity variations, the deformation and aberration of colours due to the folded paper technique and the printing process. An organic choreography created by immersing the paper into ink and controlling the soaking times, then alternating between ink washes, brushwork, printing. The final flattening and mounting process onto canvas through a pressure system, where the spread of the glue becomes a visible and integral part of the painting's texture and gesture, renders every treatment onto a surface.

 

Mysterien und andere Albernheiten


Eröffnung 04.08.2019 um 19 Uhr

Dauer 05.08. – 10.08.2017 

beteiligte Künstler Annekatrin Härtel, Lucian Patermann, Martin Fink, Johannes Clausnitzer, Martin Billert


"Die Religion ist [weltweit] auf einen Tiefpunkt gesunken, die Frömmigkeit aber hat einen nie gekannten Höhepunkt erreicht. Mit anderen Worten: auf dem Tiefstand des [kirchlichen] Einflusses ist die Suche nach den letzten Dingen so intensiv wie noch nie." (Tom Robbins) Was benötigen wir, um uns vertraut mit den überirdischen, geistlichen Erfahrungen zu machen? Sind es die großen Symbole der Religionen die uns Kräfte schenken? Vielleicht ist es der Geruch von orientalischen Düften, Kerzenschein und Chorälen? Vielleicht brauchen wir einen Guru, der uns belehrt, dem wir glauben schenken, der mit uns predigt? Oder ist es wirklich nur das Gefühl der Gemeinde? Wie intuitiv und individuell kann man eine eigene Religion, eine neue Kirche gestalten?

Wir möchten die Galerie verwandeln: in ein überirdisch spirituelles Zentrum. Alles wird uns an bekannte religiöse Eindrücke erinnern, doch nichts wird stimmen. Der Prediger wird keine sinnvolle Predigt halten, das Kirchenlicht ist ein Mix aus Kerzenschein und Discobeleuchung, der Altar wird zum DJ Pult. Und irgendwo im Ausstellungsraum verläuft die Grenze zwischen heilig und profan.

Verlieren Sie den Zugang zum Realen und Alltäglichen und begeben Sie sich mit uns auf eine frei improvisierte Reise durch Mysterien und andere Albernheiten.

 

10 Jahre Galerie Eigenheim - Katalogveröffentlichung


Es ist geschafft!
Rückblickend auf die letzten 10 Jahre der Galerie Eigenheim haben wir einen umfangreichen Jubiläumskatalog (400 S. farbig, A4, Aufl. 75 Stück, je 45 ) erstellt, welcher nun bestellt werden kann. Schwelgen Sie in 10 Jahren Galeriegeschichte, verfolgen Sie die zahlreichen Ausstellungen zurück, betrachten Sie bisher unveröffentlichte Bilder sowie Dokumente und reflektieve Texte der Macher und Freunde.

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei der Leitung des Journal of Culture, Julia Scorna, für die aufopferungsreiche Arbeit, wie auch bei der Kulturförderung der SV SparkassenVersicherung, der Bauhaus-Universität Weimar und der Stadt Weimar für die Unterstützung dieses umfangreichen Vorhabens bedanken.

 

Galerie Eigenheim Berlin


07.07. – 28.08.2017
SUB-SURFACE – Gruppenausstellung mit Adam Noack, Benedikt Braun, Julia Scorna, Enrico Freitag, Martin Mohr, Moritz Wehrmann u.a.

14.09. – 17.09.2017
POSITIONS BERLIN – 6.Teilnahme an der Messe für zeitgenössische Kunst in Berlin

 

sub-surface – unter der Oberfläche - Gruppenausstellung der Künstler der Galerie


Eröffnung
07.07.2019 um 19 Uhr

Dauer 07.06. – 26.08.2017 

beteiligte Künstler Adam Noack, Julia Scorna, Benedikt Braun, Stefan Schiek, Enrico Freitag, Moritz Wehrmann, Martin Mohr, Caucasso Lee Jun, Konstantin Bayer

Sind wir mal ehrlich – das geheimnisvolle und spannende an der Kunst ist es doch die unter der Oberfläche, der physischen Präsens des einzelnen Werkes, liegende Metaebene des Gesamtkonzeptes des einzelnen Künstlers heraus zu filtern. Die individuelle Sichtweise des Betrachters und das dem Kunstwerk inneliegende Interpretationsangebot entwickeln dabei eine Eigendynamik, die einem intelektuellen Dialog gleicht. Im Gegensatz zu einer Einzelausstellung, werden in einer Gruppenausstellung, wie dieser, nur Auszüge des einzelnen Werkes gezeigt. Die Anzahl der unterschiedlichen Positionen intensivieren diesen angebotenen Dialog. Sub-surface – Unter der Oberfläche – möchte darauf ansprechen und als Metapher für den physischen Aufbau eines Kunstwerkes verstanden werden.

Die Bodeninstallation Münzmeer von Benedikt Braun, bestehend aus 20.000 einzelnen, in transparenten Schachteln verpackten, 1 Cent Stücken steht der Arbeit Schacht von Stefan Schiek gegenüber. Schacht zeigt drei Protagonisten, die durch eine Öffnung der Erdoberfläche in einen dunklen Untergrund blicken. Die Szenerie spielt in einem scheinbaren Mienenumfeld und Gedanken an die ausbeutende Gewinnung von Bodenschätzen und die schwierigen Arbeitsbedingungen der Mienenarbeiter kommen auf. In zwei weiteren Arbeiten Schieks wird das unter der Oberfläche Bestehende zum eigentlichen Bildinhalt. Vielfarbige Streifenbilder, sind von einer transparent monochromen, weißen Farbschicht überzogen und erscheinen so getrübt.
 
Die Installation The Coming (Out) von Julia Scorna besteht aus einer Fläche bretonischen Sandes über dem eine Industrielampe mit UV-Birne hängt. Das in sich ruhende Minibiotop mit dem vordergründig sozial-gesellschaftlich etablierten Titel verweist hier gleichermaßen auf Energie- und Stoffwechelkreisläufe, sowie auf lokalen Raubbau an der Natur. So kämpft man zum Beispiel in der Betranie gegen das kubikmeterweise Absaugen des Meeresbodensandes zu Bauzwecken. Die hier thematisierte Umweltzerstörung findet in der Fotografie Missing Crabs eine visuelle Ergänzung. Eine Innenansicht eines Aquaterrariums im Jardin des Plantes in Paris zeigt ein durch horizontalen Linien geprägtes Bild: eine Palmenlandschaft mit einem ihr vorgelagerten geologischen Profil. Die Abwesenheit der Krabben stellt die Überlebensfähigkeit in künstlich erschaffenen Biotopen in Frage.


Sommer, Sonne, Strand und Meer sowie hier und da eine PET Flasche, welche im nächsten Augenblick im Meer enden könnte. Diese Szenerie einer Malerei Enrico Freitags stellt ebenso die Frage nach dem Unter der Oberfläche. Die großen Müllinseln der Weltmeere sind von oben kaum zu erkennen, entwickeln sich jedoch in der Tiefe zu einem dichten Netz aus Plastikmüll. Rein formal, die Farbigkeit und das Motiv betreffend, kann dieses Bild nicht unbedingt stellvertretend für das Gesamtwerk Freitags stehen. Jedoch stellt es inhaltlich eine Weiterentwicklung seiner, sein aktuelles Werk prägenden, Müllbilder dar und kann damit als Ausnahmebild gesehen werden.


Die Installation Leak von Moritz Wehrmann besteht aus einer Spüle und einem goldenen Wasserhahn, der Tropft und so Morsezeichen übermittelt. Geheime Botschaften werden an die Oberfläche gesendet und zur öffentlichen Verwendung bereitgestellt. Die Malerei unter dem oben von Martin Mohr spielt mit immateriellen Gedanken- und Vorstellungsräumen, der Kohlefußboden Back to Ground von Konstantin Bayer holt die aus dem Untergrund an die Oberfläche beförderte Kohle in einem künstlerischen Akt zurück in den Boden um deren Verbrennung vorzubeugen.


Die Ausstellung Sub-surface reiht sich damit in die von der Galerie kuratierten Gruppenausstellungen, wie Elements, Spektralreflexion oder Grounding ein. Die Zusammenstellung einzelner Positionen der Hauskünstler zu verschiedenen Themen soll für das Interesse auf das dahinter stehende Gesamtwerk des Künstlers Sorge tragen.