German Dream – Marc Jung in Solo


Eröffnung 15.02.2019 um 19 Uhr 
Dauer 16.02. – 09.03.2019

Marc Jung (*1985 in Erfurt) ist bildender Künstler. Er lebt und arbeitet in Erfurt und Berlin. Er studierte Kunst an der Bauhaus-Universität in Weimar, an der Akademie der Bildenden Künste in Wien und absolvierte sein Meisterschülerstudium an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden.

Die Arbeit von Marc Jung ist charakterisiert durch einen Kampf zwischen Regeln und Anarchie, zwischen Harmonie und Zerstörung. Seine bildnerische Agenda eines gesellschaftlichen Rundumschlags enthält Reminiszenzen an Grosz und Dix, sein direkt-naiver Stil katapultiert Basquiats Ausdruck ins Hier und Jetzt. Sein Bildaufbau dekonstruiert bis hin zur Unkenntlichkeit Bacon und Velasquez. So kombiniert er den Dreck der heutigen Straße mit den Heroen und konzeptionellen Theorien der etablierten Malerei und sprengt dabei spielend traditionelle Genregrenzen.

Jung ist ein totaler Realist, der den alltäglichen Wahnsinn zu seinem Thema gemacht hat und diesen auf eine sehr eigene sarkastische und ironische Art und Weise darstellt.  Für ihn ist Kunst der gigantische Trichter eines überdimensionalen Fleischwolfes, der alle seine täglichen Beobachtungen aufsaugt, diese verwurstet und etwas ausspuckt, was die uns umgebende vielschichtige Wirklichkeit auf einen Nenner bringt. Wenn Kunst diesen Job erledigt, muss sie nicht schön sein, sondern lediglich ehrlich – wie ein Knockout.

Marc Jung war mittlerweile schon in unzähligen nationalen und internationalen Ausstellungen vertreten. Er verkauft seine Bilder in alle Welt und ist in öffentlichen Sammlungen (z.B. Angermuseum Erfurt, Kunstsammlung Jena, Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur) vertreten. Im Laufe der letzten Jahre sind auch die breiten Medien auf Marc Jung aufmerksam geworden und schmücken sich gern mit seinen Werken. So wurde er 2016 von Facebook beauftragt, ein 36m langes Wandbild für das brandneue Büro am Potsdamer Platz in Berlin zu malen. Das Kunstmagazin ART und der Spiegel bedachten ihn im letzten Jahr mit prominenten Artikeln. Und im September 2018 fragte Johannes Laubmeier für eine Coverstory im Kulturmagazin des Berliner Tagesspiegels: „Marc Jung...Wird er der nächste Malerfürst? ... Und überhaupt: Wieso macht er so ein Tempo?“