Tilman Porsch├╝tz Artist in Residence A.I.R.

Tilman Porschütz - “AIR”

Artist in Residence vom 01.03. bis zum 16.03.2008

Rausriß.Der Pinguin im Beton, der Arier in Jerusalem, der Puffreis im Salzsee, die Jazzer am Südpol, der Keyboarder an der Geige, die Nase im Hintern, der Schwede am Strand, das Auto im Rückwärtsgang, der Hiroshimaer im KZ, das Saxofon in der Badewanne. Ich will versuchen in den zwei Wochen ein paar der Dinge in ständigen Labor der Galerie auszuprobieren, die sonst immer eine gewisse Anlaufzeit brauchen, da die nötige Spielmöglichkeit, bzw. eine Audience schwerlich gegeben ist. Wir haben versucht im Shalom Salon Radiostream ein paar dieser Dinge zu machen, jedoch ist dies nur einmal die Woche passiert und schloß den mir so wichtigen habtischen, sowie visuellen Aspekt des Erbrachten Experiments für den Rezieptienten aus.

Die Kombination von Dingen, die sich nicht leichtsam vertragen soll zur Grundidee werden und sich nicht durch den Druck des Gelingens oder der Tanzbarkeit vertreiben lassen.Ich versuche die partizipierenden Künstler aus ihrer Erfahrungswelt zu entreißen und sie in unbekanntere, diletantischere Spheren zu schicken. Selber ein zum Scheitern verurteilter Diletant auf einer Vielzahl von äußerst komplexen Instrumten fühle mich immer am sichersten, wenn das Instrument vollkommen unbekannt ist und von mir Erforscht werden darf. So verhält es sich mit dem Raum, dem Publikum, dem Wetter, den Bildern und allen Faktoren die zur Musikschaffung führen. Ein jeder soll uns dabei zusehen, wie wir scheitern, mit der Technikkämpfen oder überhaupt für den Raum nur noch leere Hüllen sind, die keine eigene Triebkraft mehr haben.Ich bin der festen Überzeugung, keine CD zu sein.Meine Gäste sind zahlreich und sogar international. Ich werde meine lieblings Kooperationen, als auch neue gewagte Haßlieben probieren und auch Musikmachen mit Leuten, deren Konzept mir nicht zugänglich ist. Was muß, das muß!Ehrengäste, bzw. fest eingeplant mit Konzept sind: “Wassermusik” - Eckehart Fritsch, Berlin Hierfür werden mehrere Badewannen gefüllt und Mikrofoniert, und es kommt zu musikalischen Verwertung. Ein jahrelanger Freund und Gefährte. Die Struktur kommt sowieso. Man kann sich gar nicht wehren. “Hiroshima-FUCK JAPS” - Takahito Irie, Tokyo Livepainting - nicht Grafitti, und nicht unbedingt auf Leinwand. Neuerlicher Kooperationspartner und Leidensgenosse in Korea. Das gute ist, daß sich Japaner nichts anmerken lassen und sie sich gut ausnutzen lassen. “Großwesir Walter” - Wieland Fritsch, Thomas Prestin Von Freejazz bis zu so tun als ob es Disko wär. Mehrere voll- und halbmidisierte Varianten, ohne zwang zum Instrument. Mein Lieblingsprojekt mit dem Janette Biedermann Playback Saxofonisten und dem langjährigen Freund der Blase. “Top-und-Flopp” - Antonio Lucaciu, Jan Roth So schnell es nur geht. Zwei hochleistungs Ausnahme Talente und der Diletant. Wird für mich sehr anstrengend. Langjähriger Freund und der Wahlweimarer. “Machinedrum” - Sebastian ___ Ich steuer einen Midiexperimentaldrummer. Gewagtes Percussionsprojekt mit einer nicht geprobten Formation. “Mund-Machine” - Anatol Kempker Ein rein verbaler Versuch. Microsoft Sam und andere sind unsere Partner. Hörspielpartner und Scheich Morkel Propagonist.Es gibt eine Reihe andere geplanter Kooperationen, die jedoch noch nicht zur Formulierung stehen und im Prozeß oder bis zum Maerz entstehen werden. Genutzt wird innen und außen.. geplante Gäste: Carlson Basu (Musik Krause, Jena), Dirt M (Zughafen, Erfurt), Peter OberländerIch verspreche mir viel und werde auch den nötigen Popaspekt nicht vorenthalten lassen. Denn Tanzen ist ein Urtrieb der nicht unterbunden werden kann.Einen konreten Terminplan wird es ausreichend Vorab geben, sowie benötigtes Promomaterial. Ich werde reichlich technische Ausrüstung fest stationieren und von den Hauptprogrammpunkten Mitschnitte zur sofortigen Verfügbarkeit produzieren. Leben werde ich in mitten der Geräte auf einem Sack voll Kabel.