Lars Wild wurde 1981 in Gotha geboren, wo er auch seine Schulzeit und seine erste Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann für Fotofachtechnik verbrachte. Er lehnte diese Beschäftigung für seinen weiteren Werdegang ab und zog sich drei Jahre zurück, bevor er 2003 das Studium der Freien Kunst an der Bauhaus-Universität in Weimar aufnahm. 2008 wurde er Stipendiat der Galerie Eigenheim und gehört anschließend zum Kreis der Hauskünstler.

Zeichnungen und Malerei erschließen u.a. die Familie als kleinste Einheit der Gesellschaft, die größte Wirkungskraft auf die Seele eines Menschen ausübt. WILD macht mit der scheinbar schonungslosen Offenlegung seiner in der Vergangenheit verborgenen Bilder die generelle Nachhaltigkeit solcher Eindrücke deutlich.

Verschachtelte Bilderwelten mit kaum zu durchdringenden Verbindungen zwischen den Protagonisten und ihrer Umwelt lassen tief und offen in ein Gefüge aus stark subjektiven Zusammenhängen und generationsbezogenen Befindlichkeiten vorfühlen. Die Beharrlichkeit WILDs in den Subkontexten des Bewusstseins zu graben macht ihn als ausdauernden Dokumentaristen persönlicher Selbstreflexion unabdingbar für die zeitgenössische Kunst.